Ins „Colombo“ geht’s schon vor der Arbeit

Es ist irgendwie so ein Gefühl: Die Münchner gönnen sich immer lieber immer öfter morgens ein kleines Frühstück mit Stelldichein und Italien-Feeling – und das noch bevor der Computer in der Arbeit hochfährt. Was die Südländer schon lange zelebrieren, scheitert bei uns meist an den Öffnungszeiten der Cafés. Denn einen Cappu und ein Cornetto kriegt man bei uns zwar schon – aber oft steht man vor 9 Uhr vor verschlossenen Türen.

 

Dabei lernen die Münchner Cafés gerade extrem dazu, wie wir finden. In jedem Viertel tun sich so einige auf, die ihrer Kundschaft den Start in den (Arbeits)Tag mit frischen Croissants versüßen – und das in allerhergottsfrüh!

 

 

Das „Colombo“ im Westend ist so ein Beispiel. Das kleine Eckcafé in der Ganghoferstraße hat unter der Woche schon ab 7.30 Uhr geöffnet. Und die Münchner lieben es. Ab 8 Uhr werden es immer mehr, die Kundschaft drängt in den Laden. Verliebte Pärchen kommen, um den Trennungsschmerz bei einem Heißgetränk zumindest ein bisschen hinauszuzögern. Der Vater hat seinen Sprössling in der Kita abgegeben und gönnt sich noch ein paar entspannte Minuten mit einem Espresso und der SZ vom Tage. Manche kommen öfter und kennen sich schon. Andere sind neu – und schnell integriert. Denn: Es ist ein Mikrokosmos der Gelassenheit – und die Arbeit läuft eh nicht davon.

 

 

Es gibt Feingebäck wie Zitronenkuchen oder Éclairs und Petit Fours von der Pâtisserie Dukatz, und Herzhaftes wie Tramezzino, Focaccia oder belegte Baguettes. Das Brot dafür kommt aus der lokalen Bäckerei Gattinger in Sendling.