Sommer-Chaos olé! – Wir sagen nur: „Ene, mene, Miste …“

Der Sommer ist bunt, wild – und er macht echt, was er will! Also wir lieben es: Wenn alles ein bisschen durcheinander geht, wir vom Freibad direkt in die Eisdiele hechten – kein Biergarten vor uns sicher ist – Flohmarkt hier – Sommerfestival da – und was können Münchens Seen eigentlich. Abends fallen wir ermattet in unsere Kojen. Sommer-Chaos olé!

Ruhe holen wir uns im Winter wieder. Versprochen! Wer aber so lange nicht warten will, dem sei das Buch „Ene, mene, Miste, Mutti schreibt ’ne Liste“ von Mareike Opitz empfohlen – passt ganz locker in die Badetasche! Die Münchner Journalistin und Bloggerin („Mutti so yeah“) erklärt darin auf unterhaltsame Weise, was leben mit Kindern bedeutet, wie wir Ordnung in unser Chaos bekommen und mit Listen unseren Alltag sortieren.

Liebe Mareike, wie konfus wärst du wirklich, wenn du nie wieder Listen schreiben dürftest?

Mareike Opitz: Ich befürchte, ich würde dann tatsächlich völlig neben der Spur laufen! Es ist ja nicht mal so, dass ich alles perfekt im Griff hätte, nachdem ich meine wirren Gedanken in einer Liste gesammelt habe. Aber es fühlt sich dann einfach viiiel besser an.

Was darf man dir (außer Familie und Freunden natürlich) auf keinen Fall wegnehmen?

Mein Essen. Regelmäßige Mahlzeiten sind für mich Laune-technisch enorm wichtig und die Postkarte mit dem Spruch „I am sorry for what  I said when I was hungry“ hängt nicht ohne Grund an unserem Kühlschrank.

Was ist deine persönliche Lieblingsliste?

Eigentlich immer die, an der ich gerade schreibe. Im Moment ist das eine Liste mit lustigen Kinder-Komplimenten. „Na, du kleine Top-Mama“, hat mein Sohn zum Beispiel neulich zu mir gesagt.

Machen deine Kinder eigentlich auch schon Listen?

Nee. Aber sie falten Papierblätter in der Mitte, malen auf die eine Seite einen Bildschirm, auf die andere Seite Tasten und spielen, dass sie auf ihrem Laptop was in ihre Blogs schreiben.

Was lässt sich nicht in Listen festhalten?

Da ist mir bisher noch nichts untergekommen!

Deine letzte Liste, die nichts mit Kindern zu tun hatte?

Ich habe überlegt, wo ich in den nächsten Jahren auch ganz alleine mal gerne hinfahren würde.

Und: Kommt noch ein Buch? Welches Thema wäre deins?

Darüber habe ich bislang nicht nachgedacht, ich freue mich immer noch so über mein erstes.

Drei schnelle Tipps: Was macht müde Mütter munter?

Kaffee. Kaffee. Kaffee.

 

Was unterscheidet Münchner Kinder von anderen Großstädtern oder Landeiern? 

An vielen Kindern hier in München beobachte ich, dass sie ein gutes Selbstbewusstsein und für so kleine Menschen schon eine ordentliche Portion Selbstironie haben. Aber keine Ahnung, ob das wirklich Städte-typisch ist, vielleicht eher Zeitgeist-typisch.

Das beste Eltern-Mantra in schweren Zeiten?

Auf jeden Fall der Klassiker: „Es ist nur eine Phase.“

Dein perfekter Tag in München?

Ein bisschen durch den Englischen Garten radeln, ein Eis bei Bartu essen, vielleicht was im Kinderkunsthaus werkeln. Und auf dem Heimweg noch ein bisschen zur Live-Musik im Hirschau-Biergarten tanzen und zum Abendessen zusammen eine Riesenbreze mit Obazda verdrücken.