Beet-Pate werden: Ein Salat, wie selbstgemacht!

 

 

Na gut, ein paar kleine Schneehügel existieren noch – abgesehen davon sind wir aber doch längst auf Frühling eingestellt. Die warmen Sonnenstrahlen legen sich wie Balsam auf die Seele …und so schwelgen wir in wunderbaren Erinnerungen, die uns gleich noch mehr Lust machen auf all das, was so kommen mag.

Wie wär’s zum Beispiel mit einem eigenen kleinen Beet!? Wir haben das letztes Jahr das erste mal ausprobiert und können es nur empfehlen. Im Herbst konnten wir die Früchte unserer Gartenarbeit ernten: Zucchini, Radieschen, Salat – alles selbst herangezogen über Monate, mit viel Fürsorge und Liebe. Über Green City e.V. hatten wir uns für ein kleines Beet im Rosengarten an der Isar in Untergiesing beworben und – tataaaaa – den Zuschlag (übrigens unter einer Vielzahl an Bewerbern) bekommen.

Die Umweltorganisation steuert die Vergabe von insgesamt 120 Beeten – jede Parzelle etwa zwei Quadratmeter groß. Das reicht locker für ein nahrhaftes Mahl …mit Tomaten, Zwiebeln, Kürbissen, Radieschen, Salat, Erdbeeren und so weiter und so weiter…

„Essbare Stadt“ heißt das Projekt – „werde GärtnerIn“ lautet das Motto. Wir waren sofort Feuer und Flamme. Wann haben wir Stadtkinder schon mal die Chance, uns derart autark zu fühlen:

Anbauen – gießen – ernten – essen und genießen – und das alles mit ganz viel Liebe!

Und weil wir als Städter mit der Gartenarbeit nicht ganz so vertraut sind, war es im Übrigen sehr hilfreich, dass Green City uns – vor allem am Anfang – mit Rat und Tat zur Seite stand. Der Verein unterstützt die Beet-Paten vom Frühjahr bis Herbst beim Vorziehen der Pflanzen, Anlegen der Beete und der Aussaat der Gründüngung.

Die Fläche stellt die Stadt München kostenfrei zur Verfügung. Dabei setzt die „Essbare Stadt“ ausschließlich auf Bio-Anbau. Mineraldünger und Pestizide sind tabu.

Beim ersten Treffen der Green City-Experten mit uns selbsternannten GärtnerInnen auf der Anlage am Rosengarten waren die Regeln schnell klar: Es gilt, zusammen sind wir stark. Heißt, jeder schaut auch auf die Beete der anderen und pflegt diese bei Bedarf mit. Ein Glück – und kein schlechter Deal für uns. Denn: Das Jahr 2018 war sehr sonnig – und wir haben es tatsächlich nicht jeden Tag zum Gießen aufs Beet geschafft! Und mal ehrlich, die Nachbar-Beete sahen zum Teil bei weitem professioneller aus als unseres. Kleine Zäunchen, Stäbe, Namensschilder für die Pflanzen und bunte Steine zur Deko machen mächtig was her. Wir konnten nur lernen.

Umso mehr freut uns aber schließlich, was dann doch dabei rausgekommen ist!

Mit nur laienhaftem Gärtner-Wissen, dafür aber viiiiiel Liebe,
Extra-Support von Green City,
bestem Wetter
und vorbildlichstem Teamgeist

                    …schmeckt der Salat doch erst so richtig lecker!
Buon Appetito!

 

Übrigens: Weil die Nachfrage so groß ist, wirbt Green City für eine stadtweite Ausweitung des Konzepts. Silvia Gonzalez, Leiterin Stadtgestaltung bei Green City betont: „Die Essbare Stadt ermöglicht umweltschonende Freizeitangebote im Wohngebiet und fördert die Selbstversorgung der Münchner.“ Wer es zeitlich nicht schafft, immer zu seinem Beet zu fahren, hat auch keine Ausrede mehr. Der wird einfach Grünpate und baut zum Beispiel direkt vor seiner Haustüre an!