Christoph Niemann – Im Auge des Betrachters

 „Die wirklich brauchbaren neuen Ideen kommen immer während des Arbeitsprozesses“, sagt Christoph Niemann. In seiner Ausstellung #imaugedesbetrachters im Literaturhaus lässt er uns an seinem kreativen Schaffensprozess teilhaben – auch an den Konflikten, die damit einhergehen. Denn: „Und manchmal stellt man nach dem Zusammenstutzen fest, dass die Idee – jetzt wo man sie klar sehen kann – nicht besonders gut war.“

 

                                  

 

 

Dennoch: Beim Gang durch die zahlreichen Aquarelle und Zeichnungen, Fotoarbeiten, Siebdrucke und Pixel-Illustrationen verzaubert Niemann mit seinen Ideen – übrigens auch per Virtual-Reality-Brille. Der Illustrator, Graphiker und Autor ist immer auf der Suche nach neuen Formen des künstlerischen Ausdrucks – und im Literaturhaus darf das die ganze Familie erleben. Die Werke halten Eindrücke fest und erzählen (Bild-)Geschichten, zum Beispiel die vom Nackenkissen auf Langstreckenflügen. Auch die stets senkrechte Position der Rückenlehne schafft hier übrigens keinen Komfort – ein Vergleich mit dem schiefen Turm von Pisa und einer Banane ist unabdingbar!

 

 

 

Niemann, der lange in New York gelebt hat und dort unter anderem für die New York Times, den New Yorker und das Museum of Modern Art und Google gewirkt hat, verwandelt Alltagsgegenstände in poetische Momente – oft mit kritischem Blick auf die Gegenwart. Die Ausstellung erzählt ihre Geschichten auch per App, sie zeigt Filme und lädt zum Mitmachen ein – denn am Werktisch kann sich jeder ausprobieren!

 

 

Christoph Niemann: „Und der Prozess geht so: Du nimmst, was du kennst, und lässt es auf etwas los, das du nicht kennst, und dann beobachtest du, was passiert.“

 

 

 

 

Ausstellung „Im Auge des Betrachters“ im Literaturhaus, verlängert bis 5.5.2019
#christophniemann
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