Kinderleicht erklärt: So läuft der Hase an Ostern!

Warum werden an Ostern Eier versteckt? Und dann auch noch von einem Hasen? Es ist das wichtigste christliche Fest, doch was feiern wir da eigentlich? Wir haben für euch – kinderleicht erklärt – die wichtigsten Infos zu Ostern…

 

 Alles beginnt mit dem Palmsonntag, dieses Jahr der 14. April. An diesem Tag ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem. Die Menschen begrüßten ihn freudig und hofften, er würde kommen und sie von den Römern befreien, die damals Jerusalem besetzten. Den Römern machte die Beliebtheit von Jesus Angst. Deshalb wollten sie ihn nicht in ihrer Stadt haben. Am Gründonnerstag (18. April 2019) feierte Jesus zusammen mit den 12 Aposteln, seinen Jüngern, das letzte Abendmahl. Er ahnte in dieser Nacht, dass er von einem seiner Freunde verraten würde. Judas zeigte den Römern, wo Jesus war. Dafür bekam er Geld, und Jesus wurde festgenommen. Einen Tag später, am Morgen des Karfreitags wurde Jesus zum Tod verurteilt und von den Soldaten ans Kreuz genagelt. Hier ist das Tanzverbot am Karfreitag begründet. Denn: Als Zeichen der Trauer und Besinnung an die Leiden Jesu am Kreuz soll an diesem Tag bewusst nicht gefeiert werden. Viele Menschen zeigen außerdem Verzicht und fasten. An Ostersonntag und -montag feiern wir dann die Auferstehung Jesu.

 

 Viele Gläubige feiern außerdem die Osternacht. Sie findet entweder nach Einbruch der Dunkelheit am Karsamstag oder in den frühen Morgenstunden des Ostersonntages statt und gilt als „Auferstehungsfeier“. Traditionell wird hier das Osterfeuer entfacht und durch den Priester gesegnet. Am Feuer wiederum wird dann die Osterkerze (die dann die ganze Osterzeit brennt) entzündet, und an dieser Osterkerze entzünden wiederum die Gläubigen ihre Osterkerze. Manche bringen auch Ostereier, Schinken oder ähnliches mit – das wird dann gesegnet.

 

 An Ostern geht’s um Hasen und Eier. Warum das so ist, ist nicht ganz klar. Ein Erklärungsansatz lautet: Früher brachten verschiedene Tiere die Eier, zum Beispiel ein Ostervogel, ein Osterlamm oder auch mal der Fuchs oder Storch. Die haben sich aber nicht durchgesetzt, sondern der Hase. Denn: Der Hase gilt in vielen Ländern als der Bote für den Frühling. So wurde er zu einem Symbol für das Osterfest. Er steht ebenso wie das Ei für Fruchtbarkeit und neues Leben – und das passt ja zum Frühling und zum Osterfest. Aus dem gleichen Grund wird an Ostern übrigens oft ein Osterlamm gebacken.

 

 Besonders bekannt und beliebt wurde der Osterhase vor allem durch die Süßwarenindustrie ab dem 19. Jahrhundert. Seitdem sind die bunten Schokohasen an Ostern nicht mehr wegzudenken. Am Ostersonntag wird er zusammen mit bemalten Hühner- oder Schokoladeneiern versteckt und muss von den Kindern wiedergefunden werden. Woher dieser Brauch stammt, ist nicht klar. Man wollte es für die Kinder wohl einfach ein bisschen spannend machen. Die freuen sich jedes Jahr auf die fröhliche Suche, viele fertigen dafür extra kleine Osterkörbchen an.

 

 Um die Eier haltbar zu machen, begann man sie zu kochen und einzufärben; zunächst rot, denn die rote Farbe sollte an das vergossene Blut Jesu und an seinen Tod am Kreuz erinnern. Erst viel später wurden die Eier dann auch in anderen Farben angemalt.

 

 Viele Gläubige kommen entweder nach Einbruch der Dunkelheit am Karsamstag oder in den frühen Morgenstunden des Ostersonntages zusammen zur so genannten Auferstehungsfeier. Traditionell wird hier das Osterfeuer entfacht und durch den Priester gesegnet. Am Feuer wiederum wird dann die Osterkerze (die dann die ganze Osterzeit brennt) entzündet, und an dieser Osterkerze entzünden wiederum die Gläubigen ihre Osterkerze. Manche bringen auch Ostereier, Schinken oder Ähnliches mit – das wird dann gesegnet.

 

 An vielen Orten werden zu Ostern große Feuer entzündet. Dieses sogenannte Osterfeuer ist ein Zeichen des Lichts und soll böse Geister und den Winter vertreiben.

 

 Zehntausende katholische Christen feiern zusammen mit dem Papst, dem Oberhaupt der katholischen Kirche, am Ostersonntag eine Messe auf dem Petersplatz in Rom. Der Papst erteilt dann den Segen „Urbi et Orbi“, was „der Stadt und dem Erdkreis“ heißt. Dieser Segen wird nur zu besonders feierlichen Kirchentagen gespendet.

 

Wieder was gelernt, oder? Und wenn ihr noch Tipps fürs Osternest brauchst, dann schaut mal hier und hier! 🙂