München und die DLD

Auf der DLD-Konferenz (Digital Life Design) gleich hinter dem Bayerischen Hof sind wir derzeit mit allerhand Prominenz und künstlicher Intelligenz konfrontiert. Mit Augmented Reality (AR), virtueller Realität (VR) und digitalen Menschen. Grad schee isses!

Da erfahren wir, was wir vom Verhalten der Bienen lernen können (z.B. kreisrundes Wohlfühl-Design und für die Ärzte unter uns: Inspiration für Einweg-Spritzen). Wir bekommen Eindrücke, wie das autonome Auto der Zukunft aussieht (wie eine Hängematte, in der wir chillen, ratschen und Mails checken, bis wir entspannt am Urlaubsort ankommen).

Auguste von Bayern berichtet uns beim Lachs-Wrap, was im geplanten naturkundlichen Museum „Biotopia“ im Schloss Nymphenburg geht, der Acne-Chef beim Kaffee, wo er seine Schuhe und seine Fashion-Ideen her hat.

 

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Und in diesem Interview verrät uns ABBA-Gründer Björn Ulvaeus seinen „unglaublichen“ Lieblingsort in München, virtuelle und analoge Projekte und warum aus dem kleinen Schweden so viele erfolgreiche Unternehmen kommen.

 

Verrückt nach München: Willkommen in München, Björn Ulvaeus. Haben Sie einen Lieblingsort in der Stadt?

Björn Ulvaeus: Ich liebe den Viktualienmarkt. Der ist spektakulär und unglaublich. Ich habe noch nie etwas Ähnliches auf der ganzen Welt gesehen. Er ist absolut phantastisch.

VnM: Schweden ist auch wunderschön. Und bringt vor allem auffällig viele erfolgreiche Unternehmen hervor. Sind Ihre Landsleute besonders kreativ und experimentierfreudig?

Björn: Das liegt schon auch an der schwedischen Gesellschaft. Bei uns gibt es weniger Einkommensunterschiede. Die Menschen erlernen den Beruf, den sie wirklich lieben. Und wir hatten keine Weltkriege. Das hat uns sicher einen Vorteil und Sicherheiten verschafft bei Unternehmensgründungen. Gleichzeitig sind wir Schweden von Haus aus Neuem aufgeschlossen, mögen Risiken und haben vielleicht weniger Angst zu scheitern.

VnM: Sie arbeiten aktuell an einem „virtuellen ABBA“. Was dürfen uns darunter vorstellen?

Björn: Ich bringe gemeinsam mit dem Unterhaltungsproduzenten Simon Füller, dem Manager der Beckhams oder früher auch der Spice Girls, ein Projekt voran. Es trägt den Arbeitstitel „Virtuelles ABBA“. Dafür benutzen wir alle Technologien, die in der Unterhaltungsindustrie enorm up to date sind: virtuelle Realität (VR), digitale Menschen und künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI), aber auch Augmented Reality, also die visuelle Darstellung von Zusatzinfos für Bilder oder Videos – wie wenn bei Freistößen im Fußball Entfernungen durch Kreise oder Linien eingeblendet werden. So soll am Ende eine spektakuläre Show entstehen. Sie wird die erste ihrer Art sein.
VnM: Aktuell haben Sie in Ihrer Heimat Stockholm riesigen Erfolg mit einem Live-Event namens „Mamma Mia – the Party“. Was ist das?
Björn: Das ist irgendwie das genaue Gegenteil von „Virtuelles ABBA“, weil es sehr analog gestaltet ist. Aber auch dieses Projekt begann als Experiment, wie so oft in Schweden. Wir probieren gerne etwas aus. In dem Fall wollten wir Essen, Trinken, Live-Musik, Geschichten, Sänger, Schauspieler und Musiker auf eine ganz neue Art zusammenbringen, um eine echte Feier daraus zu machen. In Stockholm ist es ausverkauft. Als nächstes wollen wir den Live-Event nach London und Köln bringen. Und vielleicht auch bald nach München.

 

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