Bier und Champus aus der Thermosflasche – das Start-up „FLSK“ aus dem Westend

Der edle Favorit der Kundschaft: die roségoldene 0,5-Liter-FLSK. Da kann prickelnder Champus rein – aber Bier oder Milchkaffee gehen natürlich auch…

 

Schon lange haben sie uns angelacht, beim Konen und im Kustermann: diese roségoldenen Designerflaschen mit ihren himmelblauen und eichenholzfarbenen Freunden in allen Größen. Sie nahmen unsere Hand und gaben uns ein Versprechen… Getränke aller Art für uns 24 Stunden eiskalt oder 18 Stunden dampfend heiß zu halten. On top: Immer spritzig zu bleiben und die Kohlensäure drinzulassen, keine Schadstoffe in sich zu tragen, auslaufsicher, fair produziert und unkaputtbar zu sein. Aber wirklich? Noch eine Thermoskanne, wo sich doch schon der Edelstahl in unserer Speisekammer stapelt?

Doch die Flaschen des Münchner Start-ups „FLSK“ mit ihren mysteriösen Namen wie MDNGHT, BRRY, CRBBN oder BRDX sind etwas Besonderes. Sie sind unser neuer Lieblingsbegleiter beim Shoppen, Sport und in der Arbeit. Sie sollen uns dabei helfen, weniger Müll zu produzieren und mehr zu trinken. In den kommenden Wochen und Monaten wollen wir ausprobieren, ob das klappt und wie unser Umfeld auf die auffälligen It-Pieces reagiert. Stecken wir Andere mit unserer Liebe für schöne Dinge und unserem Müllvermeidungstrip an? Euch vielleicht auch?

 

Vorneweg haben wir die sympathischen Macher des Start-ups aus dem Westend interviewt und erfahren, wie inspirierend Bier aus Thermosflaschen sein kann…

 

Verrückt nach München: Sagt mal, was ist münchnerisch an eurem Start-up?

Perfekt für Tee in der Arbeit: die hellblaue FLSK (Farbe: CRBBN, Größe: ein Liter)

FLSK: Es fasziniert uns immer wieder, aus welchen Ecken Deutschlands und der Welt die „Münchner“ kommen. Gebürtige Münchner trifft man selten – und auch wir haben (noch) keinen davon in unserem Team. Das ist wohl „typisch münchnerisch“ an uns.

 

Wenn ihr schon keine Münchner seid – ein bisserl verrückt seid ihr zumindest, oder?

FLSK: Klar. Wir sind verrückte, leidenschaftliche, junge Hungrige, alte Erfahrene. Einfach ein gutes Team – vom Lageristen bis zum Geschäftsführer.

 

Dann fragen wir mal andersrum: Warum sollte jeder Münchner eine FLSK haben?

FLSK: Von München bis nach Hamburg: Den FLSK-Moment sollte man sich nicht entgehen lassen!

 

Den FLSK-Moment??

FLSK: Ja, so nennen wir ein außergewöhnliches Erlebnis, das zur Gründung unseres Start-ups führte. Die Idee zur FLSK ist unserem heutigen Häuptling Quentin Mitte 2013 bei einem kalten Bier gekommen. Das spendierte er seinen Freunden aus einer Thermoflasche für den Outdoor-Bereich. Für deren südafrikanischen Hersteller hatte er einige Zeit gearbeitet. Was seine Kumpel nicht wussten: Das Bier befand sich schon den ganzen Tag in dieser Flasche und war nach wie vor eiskalt, süffig und spritzig. Alle waren sich einig: Ein Produkt mit diesen Funktionen muss auf den europäischen Markt! In Partnerschaft mit dem afrikanischen Vorbild wurde die Flasche dann für den neuen Markt optimiert…

 

… und auf ein paar wenige Buchstaben minimiert. Wie kam’s zum Namen?

FLSK: Der Name FLSK steht für „flask“ – englisch für Flasche. Da man sich diesen Begriff nicht markenrechtlich schützen kann, haben wir den Vokal weggeschummelt. Das ziehen wir bis heute bei der Namensgebung unserer Farbpalette durch. So heißt die mitternachtblaue FLSK „MDNGHT“, also „midnight“. Das schafft einzigartige Produktnamen und bricht auch ganz schnell das Eis am Gesprächsanfang.

 

Am besten beim Bier. Eignet sich der enge Flaschenhals wirklich für echten Biergenuss?

FLSK: Absolut! Prost!

 

Aber bleibt dann kein Biergeschmack zurück? Kann da im Wechsel alles rein – von Kaffee über Mineralwasser bis zur Milch?

FLSK: Natürlich! Etwas warmes Wasser und Spüli reichen zum Auswaschen vollkommen aus. Falls man seinen Milchkaffee oder Schwarztee mal über Tage in der FLSK vergessen sollte, sorgen ein paar Reinigungsperlen für Abhilfe. Sie lösen Ablagerungen von Kalk bis Teein und nehmen automatisch Gerüche auf.

 

Hej, du schöne Skandinavierin! Die Maserung dieser 0,75-Liter-Flasche namens WHTE OAK erinnert an Eichenbäume.

Hand aufs Herz: Ist die FLSK wirklich unkaputtbar?

FLSK: Die FLSK besteht aus hochwertigem Edelstahl. Die enorme Isolierfähigkeit ist nicht alleine auf das Material, die Flaschenform und ihre Doppelwandigkeit zurückzuführen: Das Zauberwort heißt „VICC-Technologie“: Eine zusätzliche Kupferschicht zwischen den beiden Edelstahlwänden sorgt für beste Performance. Herkömmliche Thermoskannen und -flaschen arbeiten mit einem Glasverbund – er macht die Produkte zerbrechlich. Das kann mit der FLSK nicht passieren.

 

Was waren bislang die größten Hürden?

FLSK: Eine große, sehr positive Challenge ist es, Wachstum zu managen und eine Strategie vorzubereiten, die flexibel genug ist, um auch physischem Wachstum Raum zu bieten. Wir hatten das Privileg, einige „sweet problems“ bewältigen zu dürfen: Viel zu schnell war der Arbeitsraum viel zu klein. Die Nachfrage erschlug uns förmlich. Als unbequeme Hürde ist die immer stärker wachsende globale Konkurrenz zu sehen. Ideen, besonders wenn sie gut sind, werden schneller verbreitet und kopiert als je zuvor. Hier kann man sich als Start-up nur begrenzt schützen und sollte sich durch schnelle Expansion, eine starke Marke und gutes Wachstum absichern.

 

Davon müsst ihr uns nochmal mehr berichten! Bis dahin: Was plant ihr für die nahe Zukunft?

FLSK: Da dürfen wir alle gespannt sein! Wir haben hier in München ein wahnsinnig leidenschaftliches Team. Wir arbeiten mit Hochdruck und Herzblut an trendigen FLSK-Farben und praktischen Add-Ons. Und so viel verraten wir: Die FLSK wird nicht mehr lange allein bleiben…