Abschiedsbesuch: Ein Café ist ein Café

 

Darf das wahr sein!? Das schnuckelige Café in der Schlör- Ecke Schulstraße – das, mit den vielen Espressomaschinen im Schaufenster – macht dicht! Wir waren zum Abschieds-Cappu dort und wollten wissen: Warum?!

„Ganz einfach, unser Pachtvertrag wurde nicht verlängert“, sagt der Mann hinter der Bar ganz nüchtern – und zaubert gleichzeitig in Windeseile mit verspielter Leichtigkeit und leidenschaftlicher Hingabe blumige Kunstwerke in den schnöden Milchschaum. Mensch! Das geht doch nicht!

 

14 Jahre gab’s das gemütliche Eck-Café in Neuhausen. Es ist eine Münchner Institution, die da aufhören muss. Die Gäste kamen – zu jeder Tageszeit – einen Cappu und ein Teilchen aus der Vitrine ordern, vielleicht noch eine Zeitung untern Arm und es sich dann auf einem der Sofas oder Stühle gemütlich machen. Espresso- und Kaffeemaschinen üüüüüüberall! Wo sollen denn diese Siebträger-, Gaggia- oder sonstwie italienischen Kaffee-Kunstwerke  jetzt hin, fragen wir uns… Und wo sollen die Münchner hin, die den Kaffee dort geliebt haben!?

 

 

Doch der Barista gibt Hoffnung. „Es wird weitergehen. Wir sind schon auf der Suche nach neuen Räumen. Am liebsten hier im Viertel.“

Wer’s nicht abwarten kann, könnte übergangsweise mal ins „Kolonial“ gleich ums Eck schaun. Das ist von den gleichen Machern. Oder bis Ende April alle Termine absagen und nochmal in der Schulstraße vorbeischaun. So lange hat das Café nämlich noch offen.